Jahresbilanz der Radsportfreunde Borken

Im vierten Jahr ihres Bestehens können die Radsportfreunde Borken erneut auf die beste Saison ihrer noch jungen Vereinsgeschichte zurückblicken. Überzeugend ist dabei vor allem, dass die Erfolge nicht durch wenige Personen eingefahren wurden, sondern in vielen Altersklassen, von RSFlerinnen wie RSflern und in verschiedenen Disziplinen.

Nach der erfolgreichen Teilnahme bei der Mountainbike-Stadtmeisterschaft in Bocholt im Januar/Februar (Platz 7 im Team) wartete der Neuzugang Lisa Brömmel, Polizistin aus Raesfeld, mit einem Paukenschlag auf: Sie holte bei den Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren ohne langes spezifisches Training Silber. Das war jedoch beileibe nicht der einzige Erfolg der 27jährigen. Sie mischte sich auch in die klassischen Straßenrennen der Damen ein und landete regelmäßig vorne: neben einigen Platzierungen unter den ersten 10 errang sie in beim Rundstreckenrennen in Refrath und auch beim Cityrennen in Krefeld-Hüls Platz 2.

Im Juni stellte sich dann ihr nächster große Erfolg ein: Brömmel wurde Landesmeisterin im Einzelzeitfahren bei der Polizeilandesmeisterschaft. Hier gab es jedoch noch mehr Erfolge zu vermelden: so fuhr Bernhard Weßing – 1. Vorsitzender der Radsportfreunde Borken – den Vizelandesmeistertitel (AK) ein. Dass das Zeitfahren den RSFlern im Blut liegt, bewiesen sie auch bei der ‚Nacht der Revanche‘ im Juli, wo wiederum Bernhard Weßing mit Manuel Kempe, Stephan Rokitta und Thiemo Scharffe im Teamzeitfahren den Sieg errang. 

Auch schon am Anfang des Jahres sammelten die Amateure Manuel Kempe und Thiemo Scharffe in ihren C-Klasse-Rennen Platzierungen, um ihr ambitioniertes Saisonziel zu erreichen: den Aufstieg in die B-Klasse, wofür 5 Platzierungen unter den ersten 10 bzw. 8 nötig sind. Für den bärenstarken Scharffe erledigte sich die Rechnerei jedoch auf einen Schlag, indem er Anfang Juli beim Nachtuhlenrennen in Stadtlohn den Sieg einfuhr und auch damit direkt in die B-Klasse aufstieg. Kempe ließ jedoch auch nicht lange auf sich warten und fuhr am folgenden Wochenende bei Köln (‚Rund in Spich‘) die fünfte Platzierung ein und darf sich damit ebenfalls ‚B-Fahrer‘ nennen.

Ein nächster Erfolg stellte sich wiederum in der Disziplin Mountainbiken ein. Beim 24-Stunden-Rennen im Duisburger Landschaftspark Nord fuhren Thiemo Scharffe und Thomas Stappert auf Platz 2. Die Teamstaffel mit Dominik Funke, Peter Albers und Steffen Schäfer siegte wiederum beim Rekener Triathlon. Hier startete auch der RSFler Gerrit Kersting nach überstandener Leukämie, der durch einen Spendenaufruf Spendengelder für eine die Kinderkrebshilfe sammelte, was die Radsportfreunde natürlich gerne unterstützen.

  Aber auch Neuzugang und ‚grand seigneur‘ der Radsportfreunde, Stephan Rokitta, schrieb seine Erfolge in die RSF-Geschichte ein: beim Seniorenrennen in Osnabrück fuhr er auf Platz 5, bei der Deutschen Meisterschaft der Finanzdienstleister verpasste er ebenfalls recht knapp das Podium und landete auch auf Platz 5.

Zum Saisonende hin schlugen die Radsportfreunde erneut im Zeitfahren zu: Lisa Brömmel war im September bei der offenen Stadtzeitfahrmeisterschaft in Voerde nicht zu schlagen, das gleiche galt für Dominik Paß, der spät, aber ebenfalls mit einem Sieg in die Saison ‚einstieg‘.

Nicht zuletzt ist die Münsterland-Giro-Seriensiegerin Elisabeth Wiemer zu nennen. Auch in diesem Jahr gelang ihr erneut der Erfolg am Tag der Deutschen Einheit in ihrer Altersklasse (Juniorinnen).

Sieben Siege versammeln die Radsportfreunde damit insgesamt. Als erfolgreichste RSflerin steht Lisa Brömmel sieben Mal auf dem Podium, davon zwei Siege und vier zweite Plätze. Sie landet in der Endabrechnung der Rangliste der deutschen Frauen auf Platz 32 (von 206 gewerteten), noch vor Hanka Kupfernagel (mehrfache Weltmeisterin und Deutsche Meisterin), die Platz 38 belegte.

Aber nicht nur der Radsport an und für sich ist für die RSFler wichtig. Auch das soziale Miteinander spielt für die Vereinsmitglieder eine wichtige Rolle. Trainingslager wie das der Triathleten nach Willingen, ein rennradtypisches Trainingslager auf Mallorca Anfang April oder die sog. und durch Peter Albers organisierte ‚Schleifer-Tour‘, diesmal nach Montabaur, und nicht zuletzt das Sommerfest und die obligatorische Saisonabschlussveranstaltung Haltern-RTF sorgen für eine gute Stimmung unter den Mitgliedern. Und nun geht es in die Nebensaison: Crosstraining und Crossveranstaltungen mit Mountainbike und Crossrad nehmen die RSFler unter die Räder, um auch im Winter fit zu bleiben.

  Die Hauptziele des Vereins bleiben – auch dank großzügiger Spenden der Sponsoren – unberührt: die Förderung der Jugend und die der ambitionierten Radsportler. Es zeigt sich darüber hinaus, dass der Verein breit aufgestellt ist und vielen Ansprüchen rund um den Radsport gerecht werden kann.

 

Rennrad Termine

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